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<?xml-stylesheet type="text/xsl" href="../assets/xml/rss.xsl" media="all"?><rss version="2.0" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"><channel><title>Blog Wiedner (Einträge über Gesundheit und Sexualität)</title><link>https://blog.wiedner.berlin/</link><description></description><atom:link href="https://blog.wiedner.berlin/categories/gesundheit-und-sexualitat.xml" rel="self" type="application/rss+xml"></atom:link><language>de</language><copyright>Contents © 2026 &lt;a href="mailto:masin@wiedner.berlin"&gt;Masin Wiedner&lt;/a&gt; </copyright><lastBuildDate>Tue, 06 Jan 2026 21:53:44 GMT</lastBuildDate><generator>Nikola (getnikola.com)</generator><docs>http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss</docs><item><title>Erste Erfahrungen mit dem E-Rezept</title><link>https://blog.wiedner.berlin/posts/erste-erfahrungen-mit-dem-e-rezept/</link><dc:creator>Masin Wiedner</dc:creator><description>&lt;p&gt;Anmerkung: Dieser Beitrag ist zusammengestellt &lt;a class="reference external" href="https://nerdculture.de/@fluchtkapsel/111855196846202365"&gt;aus mehreren Posts im Fediverse&lt;/a&gt;. Für die bessere Auffindbarkeit veröffentliche ich das nachträglich auch hier. Das Datum des Beitrags setze ich auf das vom ersten Beitrag des Threads.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Über das E-Rezept wurde ja schon viel gemeckert, aber ein Aspekt kam mir noch nicht unter.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich muss jedes Quartal meine Versichertenkarte in die Praxis bringen. Meine Medikamente reichen knapp weniger als ein Quartal. Meine regulären Kontrolltermine werden aber auch nicht so gelegt, dass sie mit der Reichweite meiner Medikamente übereinstimmen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Effektiv habe ich nur ca.jedes 4. Rezept etwas vom e-Rezept, wenn mal ausnahmsweise das neue Rezept ans Ende eines Quartals fällt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wichtige Zusatzinfo: Eigentlich könnte ich einfach eine Mail schreiben mit meinem Rezeptwunsch und einen halben Tag später zur Apotheke gehen, um mit meiner Versichertenkarte mein E-Rezept einzulösen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wie ich heute aber erfuhr, wird kein E-Rezept ausgestellt, wenn ich im aktuellen Quartal noch nicht meine Karte habe einlesen lassen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Obendrauf kam, dass meine Praxis mir diese Info erst mitteilte, als ich persönlich vor Ort nach dem Verbleib des E-Rezeptes nachfragte. Aber das ist ja kein Fehler des e-Rezeptes, sondern des Prozesses in meiner Praxis. Ich hoffe, sie kriegen das noch besser hin.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Und ja, ich habe mitbekommen, dass gerade im Gespräch sei, diesen Quartalsturnus zu einem Jahresturnus zu verändern. Meine Unterstützung hat das.&lt;/p&gt;
&lt;hr class="docutils"&gt;
&lt;p&gt;Update: Am Samstag danach, also 2024-02-03, war ich gerade auf dem Rückweg nach Hause, als ich überlegte, noch eine Apotheke aufzusuchen, um endlich mein Rezept einzulösen. Aber nach der obigen Erfahrung würde ich ungerne in der Apotheke stehen ohne Rezept im System. Also dachte ich mir, dass es doch eine Möglichkeit geben müsste zu überprüfen, ob ich jetzt ein E-Rezept habe oder nicht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a class="reference external" href="https://www.gematik.de/anwendungen/e-rezept"&gt;Gibt es&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die App erfordert aber eine Anmeldung bei der Krankenversicherung. Gut, dass ich erst vor zwei Monaten die App eingerichtet habe. Schlecht, dass es offensichtlich eine weitere Authentifizierung braucht, weil Rezepte als Daten mit erhöhten Sicherheitsbedarf gelten. Ich kann mich also per Personalausweis plus PIN oder per Gesundheitskarte plus PIN authentifizieren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es gehört natürlich nicht viel Fantasie dazu sich vorzustellen, dass ich weder die eine noch die andere PIN auf dem Rückweg nach Hause dabei habe. Bei der Gesundheitskarte ist mir nicht einmal klar, ob ich jemals eine PIN dafür zugesandt bekommen habe. Ich kann mich nur an einen Einmal-Code erinnern, mit dem ich mich initial bei der App anmelden konnte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;War also nix. Hatte eh keine Apotheke gefunden, die nach 14 Uhr noch auf hat und gut gelegen war.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mir fiel dabei nur auf, dass beide Apps zwingend eine App-PIN festlegen wollten. Mir geht so was ja auf die Nerven, schließlich ist mein Handy bereits gesichert, vermutlich sicherer als die Apps es könnten.&lt;/p&gt;</description><category>Gesellschaft und Politik</category><category>Gesundheit und Sexualität</category><category>Technik</category><guid>https://blog.wiedner.berlin/posts/erste-erfahrungen-mit-dem-e-rezept/</guid><pubDate>Thu, 01 Feb 2024 08:07:01 GMT</pubDate></item><item><title>Wissenschaftliche Propaganda</title><link>https://blog.wiedner.berlin/posts/20-Wissenschaftliche-Propaganda/</link><dc:creator>Masin Wiedner</dc:creator><description>&lt;p&gt;Ich gebe es offen zu: Ich bin wissenschaftlicher Propagandist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zum Journalisten, insbesondere Wissenschaftsjournalisten tauge ich nicht. Aber ich verbreite gerne deren Werke, ich propagiere sie. Ich selbst bin wissbegierig, neugierig und zumindest in Ansätzen wissenschaftlich literat. Würde ich ein paar Jahrhundert in die Vergangenheit versetzt werden, ich könnte vielleicht als Universalgelehrter herhalten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aber das Lesen könnte ich ja auch allein und im stillen Kämmerlein machen und euch alle unbehelligt lassen. Aber das will ich nicht, weil ich denke, dass eine breitere Kenntnis über das, was in der Wissenschaft so vor sich geht, für die Gesellschaft als ganzes gut ist. Ich mag in nicht wenigen Situation oberlehrerhaft rüberkommen, aber ich kann euch versichern, dass mir die didaktische Ausbildung zum Lehrer fehlt. Nein, vielmehr möchte ich meine Freude an Wissen und Wissenschaft teilen. Ich habe da ganz klar meine Vorlieben – Meere und Meereslebewesen interessieren mich jetzt nicht so dolle. Weltall und Physik liegen weit vorne. Dicht dahinter kommen Medizin und Chemie. Biologie ist ein wenig abgeschlagen. Geschichte ist problematisch, da sie stark Interpretationen unterworfen ist – harte Fakten sind eher die Ausnahme denn die Regel. Das gleiche mit Politik.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich freue mich über Menschen, die mich mit Beiträgen aus ihren eigenen Interessensgebieten versorgen, die eine Vorauswahl treffen und das dann in die sozialen Medien bringen. Noch mehr freue ich mich über diejenigen in den sozialen Medien, die zu schätzen wissen, was ich so teile.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es ist nicht nur persönliche Bestätigung, auch wenn ich ihre Wirkung durchaus zu schätzen weiß. Denn mehr noch befriedigt mich der Gedanke, dass ich die Welt ein kleines bisschen besser mache mit jeder und jedem, die oder der die von mir geteilten Beiträge liest und ein klein wenig daraus mitnimmt. Ich bin der festen Überzeugung, dass wir als Gesellschaft, als Menschehit, als Gemeinschaft nur weiterkommen, schaffen wir ein Umfeld, in dem wissenschaftliche Erkenntnisse möglichst weite Verbreitung haben. Damit einzelne Menschen herausragende Leistungen vollbringen können, müssen sie gestützt werden von einem Sockel an wissenschaftlicher Offenheit und Belesenheit.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Daher rühren auch andere meiner Positionen: Ich bin kein Freund von Gymnasien, denn auch wenn die Schülerinnen und Schüler dort vielleicht Spitzenabschlüsse erlangen können, schaffen Gymnasien eben keine breite, wissenschaftliche Bildung, da den Schülerinnen und Schülern der anderen Schulzweige der Kontakt zu den Top-Performern fehlt. Ich wage die Behauptung, dass Top-Performer in einem Umfeld mit solidem wissenschaftlichen Sockel mehr leisten könnten, als diejenigen, die noch bessere Abschlüsse erreichen könnten, aber in einem Umfeld weitgehenden Wissenschaftsanalphabetismus arbeiten müssen. Aus dem gleichen Grund halte ich wenig von sogenannten Elite-Universitäten oder Leuchtturmprojekten. Aber ich vermute, solange schon bei den Schulen eine Vorauswahl getroffen wird, ist Kritik an Elite-Einrichtungen witzlos.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich mag freies Wissen. Projekte wie die Wikipedia haben vermutlich mehr beigetragen zur Allgemeinbildung als alle Volkshochschulen zusammen. Auch deswegen finde ich, dass viele Gesetze mehr Rücksicht nehmen sollten auf unsere mentale, kulturelle und akademische Allmende.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wissenschaft und Wissenschaftsjournalismus vermittelt aber auch, wie wunderbar und vielseitig unsere Welt ist, und damit meine ich nicht nur unsere Welt, sondern alles, das Weltall. Ich weiß, dass Menschen spirituelle Bedürfnisse haben (ich sicher auch), und ich finde, es gibt vieles zu entdecken, was auch von spirituellem Wert ist. Dafür braucht es kein Gedankengebäude von fragwürdiger Kohärenz, geschaffen von Menschen, die auf einen deutlich beschränkteren Fundus an Wissen zurückgreifen konnten. Der ständige Prozess des Zweifelns und der neuen Erkenntnis macht bescheiden und demütig – die Sicherheit von heute kann morgen schon widerlegt sein, Wahrheiten gibt es immer nur für den Augenblick. Ich kann auch nachvollziehen, dass Menschen mit Sicherheitsbedürfnis von der wissenschaftlichen Methode eher abgeschreckt sind. Aber ich sehe es als Vorteil: Die Welt ist zu komplex, um sie mit einfachen und statischen Erklärungen begreifen zu können. Wenn wir das akzeptieren lernen, wenn wir das &lt;em&gt;zu leben&lt;/em&gt; lernen, reifen wir als Gemeinschaft.&lt;/p&gt;</description><category>Gesellschaft und Politik</category><category>Gesundheit und Sexualität</category><category>Populärwissenschaft</category><category>Schule und Bildung</category><guid>https://blog.wiedner.berlin/posts/20-Wissenschaftliche-Propaganda/</guid><pubDate>Tue, 03 Nov 2020 12:32:00 GMT</pubDate></item></channel></rss>